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Dieses Jahr wird auch getrommelt

Traditionen sollen gepflegt werden. Deswegen lädt der Penzliner Männerchor auch stets am ersten Adventssonntag zu seinem Konzert ein. Dieses Jahr erhält der beliebte Auftritt einen ganz besonderen Pfiff. Und das in mehrfacher Hinsicht.

Penzlin. Wenn der Penzliner Männerchor am Sonntag zu seinem traditionellen Adventskonzert um 15 Uhr in der St. Marienkirche auftritt, hat er gleich zwei Neuigkeiten mit. „Dieser Auftritt ist der erste richtig große, den Lars Bünger dirigieren wird“, erzählt Wolfgang Jaeger, der Vorsitzende des Männerchores. Bisher habe er schon bei kleineren Anlässen wie der Überreichung der Ehrenbürgerwürde an Jost Reinhold gewirkt, aber nun dirigiere er alleine, sagt Wolfgang Jaeger. Allzu aufgeregt scheint er deswegen nicht zu sein, und auch der 29-jährige Lars Bünger bleibt im Gespräch mit dem Nordkurier ziemlich gelassen. Und das, obwohl er die Chorleitung erst am 1. Juli übernommen hat. Denn Lars Bünger ist für die rund 40 Sänger kein Unbekannter mehr. Der „junge Bursche“ ist seit seinem 15. Lebensjahr Mitglied im Penzliner Männerchor, hatte in den Anfangsjahren aber nur mitgesungen. Seine Leidenschaft zum Dirigieren kristallisierte sich erst im Laufe der Jahre heraus. „Ich bin aufs Musikgymnasium gegangen und danach hat sich das Interesse für die Chorleitung entwickelt“, erzählt Bünger. Der junge Mann hatte seine musikalischen Kenntnisse in Gesang und in Chorleitung auch für einige Zeit am Institut für Kirchenmusik an der Universität Greifswald vertieft. Im Männerchor hatte er die ganze Zeit über weiter gemacht.

Nun hält er den Taktstock bei der duften Truppe schon ganz sicher in der Hand. Mit dem musikalischen Werkzeug wird er am Sonntag sowohl einige bekannte als auch eine ganze Anzahl von eher unbekannten Liedern dirigieren. Und der Chorleiter hat bei der Auswahl der Lieder auch auf anspruchsvolle Stücke geachtet. „Wir werden beispielsweise in einem Doppelquartett singen“, erzählt Wolfgang Jaeger. Aber auch die klassischen Weihnachtslieder wie „Es ist ein Ros entsprungen“, „Oh Tannenbaum“ und „Leise rieselt der Schnee“ werden in einem Liedblock zu hören sein. Die heißen Proben dazu hatten Anfang Oktober begonnen. Lars Bünger blickt optimistisch auf den Auftritt. Für das Ensemble sei alles sehr gut arrangiert, erklärt er. Und bei einigen kleinen Konzerten, die sie im Vorfeld schon gaben, habe er auch gespürt, dass die Leute seinen Taktstock akzeptieren.

Nach der Generalprobe am Mittwochabend wird die Aufregung bei ihm, wie er gesteht, zunehmen. Und auch die anderen Chorsänger werden sicherlich etwas nervöser als üblich sein. Aber nicht nur, weil sie nun mit einem „neuen Chef“ auftreten, sondern auch, weil erstmals die afrikanischen Flüchtlinge bei dem Konzert mitwirken werden. „Sie haben einen eigenen Part, den sie mit ihrem Deutschlehrer gestaltet haben“, schildert Lars Bünger das zweite Novum des Konzertnachmittags. Sie werden zwei Lieder aus ihrer Heimat singen und darüber hinaus ein Trommelstück präsentieren, fügt Wolfgang Jaeger hinzu. „Im Süden Afrikas geht es lebhaft zu und das wollen sie transportieren“, erläutert er. Sie werden außerdem in einem etwa zehnminütigen Gemeinschaftsteil mit den Männern Weihnachtslieder singen, fügt Lars Bünger hinzu. Er schätzt, dass das Konzert etwa 70 Minuten dauern wird. Und er hofft, dass die Kirche – wie schon in den vergangenen Jahren – bis auf den letzten Platz gefüllt sein wird.

Artikel Nordkurier 26.11.2015

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Auftritt am 25.Juli 2015 in Neubrandenburg

Unser Mitglied Lars Bünger gab hier suverän sein Debüt als "neuer" Chorleiter. Anlass war ein Musikfestival zum Gedenken von allen Opfern von Gewalttaten, Kriegen, allen Benachteiligten und Unterdrückten, veranstaltet vom Verein T.O.N.I. e.V.
Bereits bei anderen Veranstaltungen fungierte er als "Zweitchorleiter", wenn unsere Chorleiter verhindert waren. 
Viel Applaus und Zugabenrufe waren das Ergebnis seiner Bemühungen und Anstrengungen.

 


 

Freundschaft, Frieden, Feiern...

das waren die entscheidenden Kennzeichen der Reise des Männerchores Penzlin 1907 e.V. vom 6.5. bis zum 10.5.2015 nach Minsk.

Mittwoch, 6.Mai: Landung um 14.15 Uhr in der Hauptstadt der Republik Belarus.

Donnerstag, der 7.Mai: Besuch des Museums des Großen Vaterländischen Krieges. In einer beeindruckenden, rund zweistündigen Führung erfuhren wir zahlreiche Details über Leid und Opfer der Weißrussen während des Krieges und der Nazi-Besatzung. Der von Partisanen unterstützte militärische Widerstand gegen die Nazis kam besonders in der nach dem russischen General Bagration benannten Offensive der Roten Armee zum Ausdruck. Sie begann am 22. Juni 1944, auf den Tag genau 3 Jahre nach Beginn des Überfalls auf die Sowjetunion. Unmittelbares Ziel war die Befreiung von Minsk. Bald jedoch wurde daraus ein entscheidender Umschwung des Krieges, der letztlich zum Sieg über die Hitler-Wehrmacht führte.

im Museum

Wie lebendig dieser Teil der Geschichte in Weissrussland ist, erlebten wir am Nachmittag bei einer bewegenden Ehrung von Veteranen im prall gefüllten Foyer der Firma „Integral“ mit. 15 Frauen und Männer wurden zunächst mit Reden geehrt. Dann sangen Kinder, tanzten Jugendliche in Uniformen und Erwachsene überreichten Blumen und Geschenke. Eine ganz besondere Stimmung kam auf, als wir kurz vor dem eigenen kurzen Auftritt gemeinsam mit allen Anwesenden den Refrain des russischen Liedes „Пусть всегда будет солнце“ (Pust wsegda budet solnze) sangen.

Sowohl mit dem feierlichen Lied „Brüder, reicht die Hand zum Bunde“ als auch mit fröhlichen Liedern konnten wir unseren Beitrag zur Ehrung der Veteranen leisten, was sowohl der Beifall als auch die Dankesworte der Verantwortlichen verdeutlichten. Mit Freude wurde quittiert, dass der Männerchor aus Deutschland, wie alle Anwesenden die „offiziellen“ rot-grünen Schleifen am Revers trug. Zustimmung und kräftiges Mitsingen erfuhr unsere Darbietung von „Я играю на гармошке“ (Ja igraju na garmoschkje)

Nach dem Mittagessen fuhren wir zur Technologischen Fakultät, wo wir gemeinsam mit der Gruppe „Roon“ in einem großen Saal vor rund 400 Gästen, zum größten Teil Studentinnen und Studenten, auftraten. Mit dem rund halbstündigen Programm, das feierliche Lieder, deutsche Volkslieder und mecklenburgtypische Songs umfasste, fanden wir ebenso Anerkennung wie mit der Interpretation des Liedes von Krokodil Gena ( Я играю на гармошке). Das Ensemble Roon begeisterte die Gäste mit ihren temperamentvollen Tänzen und Gesängen und animierte einige Sangesbrüder zum kräftigen Mitagieren.

Am Freitag, den 8.5. absolvierten wir vormittags eine Stadtrundfahrt. Begleitet von einigen Wiederholungen zur Geschichte der Stadt zeigte uns die Stadtführerin u.a. imponierende Neubauten für Sportler und Sportveranstaltungen; den Palast der Unabhängigkeit, in dem die Abkommen zwischen der Ukraine, Russland, Frankreichs und Deutschland verhandelt wurden; den Gedenkstein für den deutschen Antifaschisten Fritz Schmenkel, der an der Seite weißrussischer Partisanen kämpfte und am 22. Februar 1944 von den Nazis hingerichtet wurde sowie eine russisch-orthodoxe Kirche. Sie informierte viel über Wohnungsbauten zu „sowjetischen und in postsowjetischen“ Zeiten.

Der anschließende Auftritt in der Firma „Medpräparate“ ähnelte dem vom Vortag, sowohl was unsere Lieder betraf als auch die Performance von Roon.

Anschließend fuhren wir zur Firma Verniba. Nach der Besichtigung der in den Arbeitsräumen vorhandenen Nähmaschinen, lernten wir die dort hergestellte Frauenunterwäsche am lebenden Modell kennen. Am Ende der Modenschau dankte Dr. Jahn dem Firmenchef für die „schönen weißrussischen Frauen“. Ein Zuruf brachte ihn dazu, auch die Qualität der Produkte noch zu loben.

Am Sonnabend, den 9.5. waren wir eingeladen, auf der Tribüne „D“ an der Parade zum „Tag des Sieges“ teilzunehmen. Bei der Parade zeigten zunächst die weißrussischen Streitkräfte moderne Militärtechnik. Danach demonstrierten Jugendliche, Sportler und Einwohner der Stadt. Anschliessend legten einige Sänger im Namen des Chores an der Siegessäule ein Blumengebinde nieder.

Die bis zum Beginn der Zirkusvorstellung verbleibende Zeit nutzten wir individuell. Das bunte Programm im Zirkus bot artistische Leistungen, die man entweder staunend anerkennen oder distanziert ablehnen konnte.

Nach kurzem Zwischenhalt am Hotel fuhren wir ins Restaurant „Megapolis“ in der Nationalbibliothek, wo wir ein „Festtagsabendessen und -trinken“ genießen konnten. Das Ensemble Roon begeisterte erneut mit seiner Tanz- und Sangeskunst und verführte fast alle Mitglieder des Männerchores zum Mittanzen, für manchen bis zur Atemnot. Der Abend endete mit einem Feuerwerk.

Am Sonntag, den 10.5. Rückflug.

(gekürzt) Peter Kroh, 2.Tenor - der gesamte Artikel ist unter Minsk-Reise zu lesen


 

Wo man singt, da lass Dich ruhig nieder...

Männerchor 1907 e.V. - schon am Namen des Chores kann man erkennen, dass es uns schon 108 Jahre in Penzlin als eine unüberhörbare Stimme für unsere Stadt und deren Umland gibt.
Wir wollen und werden diese Tradition der singenden, klingenden Stadt pflegen und fortsetzen, weil wir Freude am Gesang haben und damit Freude bereiten wollen.
Es ist nicht zu verhehlen, daß auch wir nicht jünger werden, aber wir sind stolz darauf, daß unser Männerchor noch immer 42 aktive Sänger in seinen Reihen hat.
Wir werben im Amtsbereich Penzlin und darüber hinaus um frische, neue Stimmen vom Bass bis zum Tenor und freuen uns über jeden neuen Sänger, der den Mut und Freude daran hat, unseren Männerchor zu verstärken.
Wir laden Sie herzlich ein: Üben Sie mit uns jeweils Mittwoch von 19:00-20:45 Uhr im Bürgerzentrum Penzlin.
Auch im Jahr 2015 bereiten wir wieder Auftritte in Penzlin, im Landkreis und darüber hinaus vor.
Höhepunkt des Jahres wird unsere Chor- und Konzertreise nach Minsk im Mai sein.
Haben wir Sie neugierig gemacht?
Dann kommen Sie doch einfach unverbindlich zu einer unserer Proben oder melden Sie sich über unsere Kontaktadressen.
Auf bald!!!

 



 

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