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Weltrekord in Travemünde!

UND WIR WAREN ALS SHANTY-CHOR DABEI!

Travemünde ist jetzt in der Liste der Weltrekorde verzeichnet:
Am Samstag, dem 07.07.2018 sang hier der größte Shanty-Chor der Welt. Die bisherige Zahl von 1850 Sängern wurde locker übertroffen. Dabei gab es auch prominente Unterstützung.

Wolfgang Hovestädt, Organisator des Shanty-Festivals, hatte die Idee zu dem Rekordversuch. Zu dem Festival sind hunderte Shanty-Sänger im Ort, zusammen mit weiteren Freiwilligen müsse das klappen. Der Zulauf der abgesperrten Fläche war zunächst gering, kurz vor dem Start liefen die Zähler aber heiß. 2300 Sänger wurden registriert.

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Kurz vor Beginn gab es noch einen kurzen Talk mit Ministerpräsident Daniel Günther, Björn Engholm und Bürgermeister Jan Lindenau. Günther fasste sich kurz: „Ich habe eine Rede zur Digitalisierung vorbereitet. Ich kann die aber auch zu Protokoll geben…“ Der Rekord sei wichtig für Schleswig-Holstein, das erst vor kurzer Zeit den Rekord für die am längsten geschwommene Flaschenpost abgeben musste.

Bürgermeister Jan Lindenau zeigte sich musikalisch. Er habe sein Amt bereits mit dem Chor Möwenschiet auf dem Markt angetreten. Und natürlich kenne er die Texte. Alle drei Politiker stimmten in den größten Shanty-Chor der Welt ein.

Das Ergebnis war nach zehn Minuten klar: Auch wenn vielleicht nicht alle der gezählten Sänger gleichzeitig eingestimmt haben, die bisherige Marke wurde locker übertroffen. Ministerpräsident Daniel Günther überreichte Wolfgang Hovestädt die offizielle RID-Urkunde-Shanty-Chor.


Der Shanty-Chor Möwenschiet gab den Takt vor, über 2000 Sänger machten mit. Fotos: JW

300 Sänger lassen die Neue Burg Penzlin erklingen

Wo man singt, da lass dich nieder. Also hieß es für 300 Sänger auf nach Penzlin, wo ein Treffen stattfand, dass es so nur alle fünf Jahre gibt.

Die drei Penzliner Chöre gestalteten gemeinsam den Auftakt zum Penzliner Sängertreffen. Elf Chöre stellten auf der Neuen Burg Lieder aus ihrem Repertoire vor. Foto: Petra Konermann
Penzlin. Die Aufmunterung, endlich musikalisch zu starten, wurde natürlich gesungen. „Nun fanget an“, forderten der Frauenchor Penzlin, der Männerchor Penzlin und der Chor St. Marien Penzlin gemeinsam die „Kollegen“ mit einem Kanon auf, es ihnen gleich zu tun. Und die ließen sich nicht lange bitten. Von morgens bis abends wurde auf der Neuen Burg in Penzlin gesungen – elf Chöre mit rund 300 singenden Männern und Frauen waren gekommen, um das Sängertreffen 2018 zu gestalten, das nur alle fünf Jahre steigt.
Das wievielte es tatsächlich war? Niemand weiß es so genau. Michael Maaß, Leiter des Penzliner Männerchores von 1907 berichtete, dass es Nachweise gibt, dass Sängertreffen in Penzlin bereits in den 1920er-Jahren stattfanden. Musik jedenfalls spielt in Penzlin seit jeher eine große Rolle. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Bestes Indiz dafür sind die vier Penzliner Chöre – es gibt auch noch einen Kinderchor –, aber auch die Blaskapelle und die verschiedenen Bands, die zum Penzliner Kulturleben gehören. „Für eine Kleinstadt mit rund 4200 Einwohnern ist das beachtlich, wir sind eine Stadt der Musik“, sagte Penzlins Bürgermeister Sven Flechner (WPL).
Gleich zu Beginn räumte er mit einem Gerücht auf, dass er Mitglied des Fritz-Reuter-Chores Stavenhagen sei. Beim Festumzug aller Chöre am Sonnabend-Morgen durch Penzlin hatte er das Schild der Stavenhagener getragen und damit für Verwunderung gesorgt. Das Penzliner Stadtoberhaupt hatte aber nur aushelfen wollen, sagte er. Es ist ja auch nicht klar, wie gut es um die Sangeskünste des Bürgermeisters bestellt ist. Die Treppe an der Neuen Burg, die zur Bühne wurde, überließ Sven Flechner dann den Chören. Die verabschiedeten sich nach einem Tag voller Musik am Abend mit einem gemeinsamen Gesang aus rund 300 Kehlen und einem irischen Segenswunsch: „Möge die Straße uns zusammenführen…“ – spätestens vielleicht wieder 2023, wenn das nächste Sängertreffen in der Musikstadt Penzlin stattfindet.
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p.konermann@nordkurier.de