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Das
Gründungsprotokoll von 1907 nennt vierzehn Namen. Der § 2 lautet: „Der Verein hat die Ausbildung seiner Mitglieder im Gesang zur eigenen Freude und zur Erbauung seiner Freunde zum
Zwecke.” Der damals noch junge Lehrer Oldach wurde sein Dirigent. Er hat sicher nicht geahnt, dass er 32 Jahre diesen Chor leiten würde. Oldach war es, der dank seines selbstlosen
und unermüdlichen Einsatzes die Liebe zum Chorgesang und die Begeisterung in der jungen Sängerschar weckte. Bald schlossen sich mehr und mehr Sänger dem Chor an. Aber wie es im
menschlichen Leben immer ein Auf und Ab gibt, so war es auch hier. Der Mitgliederbestand und mit ihm die Vereinsleitung wechselte anfangs ständig, da es sich vorwiegend um junge,
unverheiratete Männer handelte, die durch häufigen Stellenwechsel bald hier, bald dort, ihrer Beschäftigung nachgingen. Unter solchen Umständen war es dann doppelt schwer, besondere
Leistungen in gesanglicher Hinsicht zu Wege zu bringen. Wenn man aber die Protokolle verfolgt, so steht man fast vor einem Wunder, mit welcher Begeisterung geprobt und gearbeitet wurde
und wie immer und zu allen Zeiten der Chor vor ausverkauftem und überfüllten Hause sein Liedgut zu Gehör bringen konnte. Man sollte meinen, dass gerade in den Erstjahren des Vereins
vor dem Weltkrieg 1914-18 das Publikum von Veranstaltungen aller Art hätte übersättigt sein müssen. Wenn dem nicht so war, sondern gerade die Konzerte dieses Chores immer gut besucht
waren, so spricht das dafür, auf welch fruchtbaren Boden das von dem Chor vorgetragene Lied in unserer kleinen Stadt Penzlin fiel. Damals wie heute: derartige Erfolge schmiedeten das Band
dieses Chores fester und fester und ließ ihn nicht müde werden, an immer schwierigere Aufgaben heranzugehen. Fragt man, wer denn diese Sänger sind, so lohnt sich ein Blick in das
Mitgliederverzeichnis. Das besagt, dass die Mitglieder allen Berufsschichten angehören: Arbeiter, Angestellte, Lehrer, Handwerker und Kaufleute. Zurzeit zählt der Chor vierundvierzig
aktive Mitglieder, darunter zu seinem Glück verhältnismäßig viele junge Leute.
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